Turnsaalzentrum Kriehubergasse
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Ort
Wien, Österreich
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Architekt
ARTEC Architekten
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Bauherr
Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H.
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Typologien
- Bauen im Bestand
- Öffentliche Gebäude
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Wettbewerb
2020
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Planung
2021 - 2024
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Ausführung
2025 - 2027
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Tätigkeiten
- LPH1 Grundlagenanalyse Tragwerksplanung
- LPH2 Vorentwurf
- LPH3 Konstruktionsentwurf
- LPH5 Ausführungsplanung
- LPH6 Mitwirkung an Ausschreibungen
- LPH7 Begleitung der Bauausführung
- LPH8 Mitwirkung örtliche Bauaufsicht
- Prüfingenieur lt. WBO
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Materialien
- Beton
- Mauerwerk & Naturstein
- Stahl & Metall
Das neue Turnsaalzentrum des Rainergymnasiums in Wien wird auf drei Ebenen angeordnet, wobei der Zugang zum Turnsaalzentrum über das Untergeschoß des Bestandgebäudes erfolgt. Die Außensportanlagen befinden sich auf Erdgeschossniveau der bestehenden Schule und auf Untergeschossniveau werden in den zur Verfügung stehenden Bestandsräumen Garderoben untergebracht. Im zweiten UG liegen die Turnsäle und zugeordneten Geräteräume.
Bei der Errichtung des Turnsaalzentrums mit vier unterirdischen Turnsälen kommt eine für den Hochbau sehr außergewöhnliche Bauweise – die Deckelbauweise – zur Anwendung.
Die erforderliche Baugrubensicherung erfolgt an drei Seiten mit Schlitzwänden und an einer Seite mittels DSV (Düsenstrahlverfahren) zur zusätzlichen Unterfangung der Bestandsschule. Zudem kommen Bohrpfähle als Tiefgründung (+ Auftriebssicherung für bis zu 7m hoch anstehendes Grundwasser) und Hilfsstützen für die Deckelbauweise zum Einsatz. Diese Elemente stützen im Bauzustand den darauf hergestellten Stahlbeton-Deckel. In diesem sind bereits die für den fertiggestellten Zustand projektierten Oberlichtöffnungen und eine zusätzliche Öffnung für den Bauvorgang, wie beispielsweise für das Ausbringen von Aushubmaterial und dem Einbringen von Geräten und Material, vorgesehen.
Nach Fertigstellung des Deckels beginnt der Aushub bis zur Bodenplatte der Turnsäle, die ca. sieben Meter unterhalb des Deckels projektiert ist. Auf halbem Aushubniveau wird der DSV Unterfangungskörper für den Bauzustand mittels vorgespannten Litzenankern zusätzlich stabilisiert und bei der höchstbelasteten Ecke der Baugrube temporär eine Eckaussteifung eingebaut.
Im Sommer 2027 ist die geplante Fertigstellung und der Sportbetrieb kann im darauffolgenden Herbstsemester in den neuen Turnsälen beginnen.
Bilder: werkraum ingenieure und ARTEC Architekten











