Meteorit

  • Ort

    Essen, Deutschland

  • Architekt

    propeller z Architekten

  • Bauherr

    RWE AG

  • Typologie

    • Sonderkonstruktionen
  • Planung

    1996

  • Ausführung

    1996 - 1998

  • Tätigkeiten

    • LPH1 Grundlagenanalyse Tragwerksplanung
    • LPH2 Vorentwurf
    • LPH3 Konstruktionsentwurf
    • LPH4 Einreichplanung
    • LPH5 Ausführungsplanung
    • LPH6 Mitwirkung an Ausschreibungen
    • LPH7 Begleitung der Bauausführung
    • LPH8 Mitwirkung örtliche Bauaufsicht
  • Materialien

    • Stahl & Metall
    • Textil & Kunststoff
  • Künstler

    André Heller

Meteorit – Ausstellungsgebäude anlässlich 100 Jahre RWE in Essen

Beam
Der Beam ist eine auf Stützen aufgelagerte, leicht geneigte Röhre, die das Café der Ausstellungsanlage beinhaltet. An seiner Rückseite schließt sich die Glashalle an, aus der der gesamte Komplex erschlossen wird. Das statische System des Beams ist im Querschnitt eine Rahmenkonstruktion (Abstand der Einzelrahmen = 2,70 m), die in der Längsrichtung durch eine Fachwerkkonstruktion verbunden ist. Diese Fachwerke sind in die Wand- bzw. Deckenscheiben integriert. Fußboden und Deckschale sind aus Trapezprofilen gebildet, die auch zur Aussteifung des Tragwerks dienen. Zur Klimatisierung der Halle sind die unterspannten Stahlträger als Heiz- und Kühlrippen ausgebildet, die von Heiz- bzw. Kühlflüssigkeit durchflossen werden. Die Wasserführung in den Rahmen ist nach dem System einer Tichelmann-Schaltung ausgelegt.

Lichtstein
Der Lichtstein ist eine freigeformte, freitragende begehbare Schale, in der über 100.000 lichtdurchflutete Glasfaserstränge vielfältige Lichtstimmungen gebildet werden können (b x l x h = ca. 9.00 x 9.50 x 3.80 m). Um die Raumwirkung optimal zur Geltung zu bringen, wurde die Schale als tragende GFK-Sandwichkonstruktion mit ca. 6 cm Gesamtstärke berechnet und verwirklicht. Dieser Komposit hat ca. 3mm starke Deckschichten aus Wirrfaserlaminat und einen Kern aus Schaumstoff. Zum Transport wurde die Konstruktion zusammenschraubbar konstruiert.

Spiegelkugel
Die Spiegelkugel ist eine Kugel mit 15 m Durchmesser, deren Inneres über ein kreisrundes Podest (d = 10.0 m) begangen werden kann. Die Konstruktion ist ein Stahlstabwerk, das durch sphärische Teilung eines Ikosaeders entwickelt wurde und dessen Stäbe einen Durchmesser von 48 mm aufweisen. Zur Innenseite trägt die Konstruktion Spiegel, auf die Projektoren aus dem äußeren GFK-cape Bilder projizieren, die sich im Kugel-Inneren unendlich spiegeln.